

























Am Montagabend ereignete sich gegen 18:40 Uhr ein Unfall auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke Frankfurt - Köln. Ein ICE, der Richtung Köln unterwegs war, stieß mit einer Person Höhe des Wiesbadener Kreuzes zusammen. Der Lokführer leitete sofort eine Notbremsung ein, jedoch kam der Zug erst nach circa 1,8 Kilometern, im Bereich des Gewerbegebiets Wallau, zum Stehen. In diesem Streckenabschnitt fahren die ICEs ihre Höchstgeschwindigkeit von 300 Stundenkilometern aus. Der Mann war beim Aufprall mit dem Zug sofort tot.
Die Bahn sperrte den Streckenabschnitt zwischen Frankfurt Flughafen und dem Wiesbadener Kreuz. Die Züge wurden über den Abzweig Wiesbaden geführt. Durch die Umleitung hatten die ICEs zwischen 30 und 90 Minuten Verspätung. Die Bergungsarbeiten zogen sich bis in die späte Nacht. Neben der Bundespolizei, Polizei, dem Rettungsdienst, einem Notarzt und dem Hilfeleistungszug der Feuerwehr Hofheim, war auch Notfallmanager der Bahn im Einsatz. Mit der einsetzenden Dunkelheit leuchtete die Hofheimer Wehr mit einem Lichtmast sowie mit einem transportablen Scheinwerfer die Einsatzstelle aus.
Der verunfallte Zug konnte seine Fahrt nicht fortsetzen, sodass die gut 300 Gäste evakuiert werden mussten. Ein Ersatzzug aus Frankfurt wurde organisiert. Die Feuerwehr baute Steege auf, auf denen die Fahrgäste in den Ersatz-ICE umsteigen konnten. Nach rund 25 Minuten waren alle Passagiere im neuen Zug, der gegen 21:00 Uhr Richtung Köln abfahren konnte. Hätte man keinen Ersatzzug organisiert können, standen drei Busse auf einem Feldweg für die Fahrgäste bereit. Nach dem die Leiche geborgen und der Zug repariert war, wurde die Trasse Frankfurt - Köln, gegen 23:00 Uhr, wieder freigegeben. Die genaue Unfallursache, warum sich der Mann auf den Schienen aufhielt, steht zurzeit nicht fest. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Identität der verunfallten Person steht noch nicht fest.