














Zum diesjährigen Kreistag am Dienstagabend lud Kreiswart Dieter Menger die Delegierten der Vereine in das Germania Sportheim ein. Neben dem Präsidenten des Hessischen Tischtennis Verbandes war auch der neue Sportstadtrat der Stadt Wiesbaden Wolfgang Gores anwesend, der Bezirksjugendwart Andreas Walter mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ehrte.
Neben den Vereinsvertretern des Kreises Wiesbaden war auch HTTV-Präsident Dr. Norbert Englisch unter den Anwesenden. Er bescheinigte dem Projekt "Schulsportoffensive", eine Kooperation von Schulen und Vereinen, gute Arbeit. Über 100 Vereine in ganz Hessen haben an diesem Projekt teilgenommen und jungen Kindern für den Tischtennissport begeistert. Hierbei bietet ein Trainer aus dem jeweiligen Verein oder der Schule Tischtennistraining im Rahmen des Schulsports an. In ihrer Freizeit entscheiden sich dadurch viele Schüler auch ins normale Vereinstraining umzusteigen, bei denen auch viele Kinder und Jugendlichen hängen blieben.
Wiesbaden als Sportstadt weiter fördern, dass ist das erklärte Ziel vom neuen Sportstadtrat Wolfgang Gores. Der CDU-Politiker, vielen bereits als Ortsvorsteher von Biebrich bekannt, möchte den Blick von den zwei Vorzeigevereine, SV Wehen Wiesbaden und VC Wiesbaden, auch auf die Arbeit und Leistungen der sogenannten "Randsportarten" lenken. Zur Förderung der Vereine sprach Gores die Idee aus, gemeinsam auf Sponsorensuche zu gehen. So sollen alle Sponsoren zusammen in einen Topf einzahlen, aus dem alle Vereine am Ende einen Anteil bekommen. Des Weiteren soll jungen Menschen der Tischtennissport wieder näher gebracht werden, nicht nur spielerisch sondern auch für das Ehrenamt im Verein Verantwortung zu übernehmen.
Neben dem Projekt "Schuloffensive" sollen nun auch wieder mehr Frauen für den Sport begeistert werden. Hierfür wurden ebenfalls AG’s gegründet, welche einen Gedankenaustausch durchführen und Verbesserungen vorschlagen, wie es dem Tischtennissport gelingen kann wieder junge Mädchen und auch Frauen für den Sport zu gewinnen.
Der Verusch weibliche Spielerinnen auch in der Bezirksklasse bei den Herren mitspielen zu lassen wurde dagegen von der Beiratssitzung abgelehnt. Dies ist weiterhin nur auf Kreisebene möglich. Doch das letzte Wort ist dazu noch nicht gesprochen. In einer weiteren AG sollen weitere Möglichkeiten besprochen werden.
Ein weiteres beherrschendes Thema ist die Neueinführung des TTR-Wertes im Tischtennissport. Hierbei wird für jeden einzelnen Spieler ein Quotient mit Hilfe mathematischer Formeln berechnet, um die Stärke des Spielers richtig einzuordnen. Nach dieser berechneten Kennziffer muss ab dieser Saison 2011/2012 auch die Mannschaftsaufstellung durchgeführt werden. Nun sollen sich nicht nur die Saisonergebnisse auf diesen Wert auswirken, sondern auch die Turniere und Ranglisten, die der Spieler absolviert. Für diese technische Umsetzung wird noch eine geeignete Schnittstelle entwickelt. In welchem Zeitraum eine Lösung zu erwarten ist, konnte Dr. Norbert Englisch noch micht mitteilen.
Weniger erfreulich wurde die Schiedsrichtersituation diskutiert. Im Kreis Wiesbaden haben gerade einmal sieben von 21 Vereinen einen Schiedsrichter in ihren Reihen. Die Vereine ohne Schiedsrichter müssen hierfür eine Strafe zahlen. Dies galt bislang lediglich für Vereine mit Mannschaften auf Bezirks-, Verbands- oder Bundesebene, kommt nun aber auch für die Vereine auf Kreisebene. Nun soll der HTTV, nach Antrag von Kreiswart Menger, Seminare für die Ausbildung von Regelkundigen anbieten. "Somit würden weiterhin alle Regeln des Sports eingehalten und das gesparte Geld könne besser der Abteilung und somit meist dem Jugendbereich zur Verfügung stehen", so Menger.
Ab August werden wieder Ausbildungstermine zum Kreisschiedsrichter vom HTTV angeboten werden. Eine Anmeldung steht auf der Homepage des HTTV als Download bereit.
Die Tischtennisjugend in Wiesbaden muss weiter auf auf das Kreisleistungszentrum warten. Das Thema stellt sich weiterhin als Problem dar. "Es ist zu schwer einen guten Trainer zu einer bestimmten Zeit zu bekommen, welcher nicht aus dem Kreis Wiesbaden kommt und zudem noch eine gewisse Neutralität gewährleisten muss", hieß es auf dem Kreistag. Dass es auch ohne geht zeigt der VfR Wiesbaden. Der Verein hat mit dem Sieg beim Hessenpokal der Schüler A einen außergewöhnlichen Erfolg errungen.
Erstmals wurde in diesem Jahr auch wieder ein Lehrgang für Jugendliche und Schüler angeboten, die sich für die Bezirksvorrangliste qualifiziert hatten. Durch den großen Erfolg der Veranstaltung wird dieser Lehrgang in Zukunft vor Bezirksveranstaltungen regelmäßig angeboten. Als nächster Höhepunkt im Jugendbereich steht am kommenden Wochenende in Eschborn der "Tag der Bezirksschüler" an. Dort treten die Kreisauswahlen gegeneinander an.
Abschließend hatte der neue Stadtrat am Dienstagabend die Ehre den langjährigen Kreisjugendwart Andreas Walter, aktuell als Bezirksjugendwart tätig, für seine vielen Verdienste rund um den Tischtennissport im Kreis Wiesbaden mit dem Ehrenbrief des Landes Hessens auszuzeichnen. Dieser gehört zu den höchsten Auszeichnungen in ganz Hessen.
Ebenfalls wurden Dieter Menger und Matthias Heinrich als beste Spieler in ihren Spielklassen geehrt.
Wahl der Delegierten zur Bezirksrat-Sitzung am 22.06.2011
Vertreter des Kreises Wiesbaden sind Dieter Menger, Marc Köhler und Albrecht Meyer.
Zum Verbandstag im Jahre 2012 versendet der Kreis Wiesbaden die Vertreter: Stefan Diehl, Dieter Menger und Albrecht Meyer.
Verteilung von kommenden Veranstaltungen im Kreis Wiesbaden
Saison 2011/2012:
Kreiseinzelmeisterschaften Jugend/Schüler: TuS Nordenstadt
Kreispokal 11.12.2011: TuS Nordenstadt
Kreisrrangliste Aktive 11.12.2011: TuS Nordenstadt
Saison 2012/2013:
Kreiseinzelmeisterschaften Jugend/Schüler: TuS Nordenstadt
Kreispokal: TuS Nordenstadt
Bezirksvorrangliste: TuS Nordenstadt
Bezirksendrangliste: TTC RW Biebrich / 1.SC Klarenthal
Fotos: privat